Vom U-Bahn-Sitz zur Designertasche

Upcycling und Recycling, das Auf- und Wiederverwerten vermeintlich unbrauchbarer Materialen, liegen voll im Trend. Umso erfreulicher ist es zu wissen, dass zwei Modemacher in München seit 2013 aus gebrauchten Sitzbezügen der U-Bahn Taschen herstellen, die es so kein zweites Mal mehr geben wird. Kurzzug heißt ihre Marke.

K/MUC-1601: das ist die erste Kurzzug-Kollektion, bestehend aus der Stadttasche, dem Wochenender und einem Schlüsselzug. Die edlen Taschen mit silberfarbenem Karabinerhaken für den Tragegurt sind in Blau und Braun gehalten. Sie erzählen die Geschichten aus dem Untergrund: „Menschen haben sich in der U-Bahn kennen, schätzen, und lieben gelernt. Haben zusammen gefeiert: Sportereignisse, Oktoberfest oder das Leben. Haben gewonnen oder verloren. Frustration, Revolution, Leidenschaft. Olympiade, Schwabinger Schickeria, Uschi Obermaier, Monaco Franze. All das und noch vieles mehr haftet an diesen legendären Materialien.“

Die Taschen sind eng mit der Münchner Geschichte verbunden. Aber sie haben auch viel italienischen Charme, weil sie dort handwerklich höchst präzise gefertigt werden. Die Vorgaben dafür stammen übrigens von Jörg Schleburg und Wolfgang Bischoff, den Gründern der Kurzzug GmbH. Jetzt im März wollen sie eine spannende Crowdfunding-Idee zünden, um weitere Münchner in die Entwicklung ihres Unternehmens einzubeziehen.

In den Kurzzug einsteigen