Mit dem MVV zu Tollwood, mit Tollwood zum MVV

Von allen Neuigkeiten des diesjährigen Tollwood-Sommerfestivals ­­– das vom 21. Juni bis zum 16. Juli auf dem Olympiagelände stattfindet – gefällt dem MVV das Motto „Bitte umsteigen!“ besonders gut. Zum einen ist es als zusätzlicher, praktischer Tipp für die umweltverträgliche An- und Abreise zu lesen: Wer bis zum Scheidplatz fährt, kann erstmals in den StadtBus 144 wechseln und direkt zum Festivalgelände fahren. Zum anderen liegt darin der Appell, neue und zukunftstaugliche Verkehrsvisionen zu entwickeln – und entsprechend umzusteigen. 

Seit Dezember 2016 verbindet der neue StadtBus 144 die U-Bahnhöfe Rotkreuzplatz und Scheidplatz miteinander. Er fährt durch den Olympiapark – und ist damit die vielleicht interessanteste von mehreren Verbindungen zum Tollwood-Gelände. Gerade für U-Bahn-Fahrgäste der Linien U1, U2, U3, U7 und U8 finden sich so neue Wege. Die bekannten Angebote mit Trambahnen, MetroBus können ebenso wie das Nachtnetz in gewohnter Weise genutzt werden.

Anfahrtsempfehlungen der Tollwood-Veranstalter

MVV-Fahrplanauskunft

Zukunft statt „weiter so“

„Bitte umsteigen!“: Das diesjährige Festival-Motto stammt eigentlich aus dem Alltagsjargon im öffentlichen Verkehr. Doch hinter dieser Bitte steckt mehr als eine Lautsprecher-Ansage. Die Aufforderung meint zunächst: Bus, Tram, U-Bahn und S-Bahn statt Auto. Und das nicht nur, um das Tollwood-Festival zu besuchen!

„Bitte umsteigen!“ fordert mehr: neues Denken, neue Visionen und – heute vielleicht noch unvorstellbare – Alternativen, was Mobilität und Leben in der Stadt betrifft. Denn soll München lebenswert bleiben, müssen nicht nur neue Ideen für den Weg von A nach B gefunden werden, sondern auch für den Menschen im immer enger werdenden Ballungsraum, für ein soziales, freundliches und den anderen achtendes Miteinander.

Nur wenn die Bürger es wollen, reagiert die Politik. Die Tollwood-Veranstalter möchten diesem Wollen ein Forum bieten. Denn: „Weiter wie bisher – noch mehr Straßen, noch mehr Autos, noch mehr Lärm, Gestank und Stau – ist keine Lösung.“