MVV-Semesterticket – Ergebnis der Urabstimmung

04. Dezember 2012

Bei der Urabstimmung wurde bei allen drei Hochschulen die Mindestbeteiligung von 20 % deutlich überschritten. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) stimmten mit großer Mehrheit dem Angebot zu einem Semesterticket zu. Auch die Mehrheit der Studierenden der Hochschule München (HM) votierte wieder positiv. Bei der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) gab es beim zweiten Anlauf nun ebenfalls eine Mehrheit für das Semesterticket.

 

 

München, den 03.12.2012

 

Ausgangslage:

Nach jahrelangen schwierigen Verhandlungen hat die MVV GmbH mit den Verkehrsunternehmen und der LH München ein konsensfähiges Konzept ausgearbeitet, dass die Einführung eines Semestertickets grundsätzlich möglich macht. Der wesentliche Unterschied zum früheren Angebot aus dem Jahre 2009 besteht darin, dass nun der Sockelbetrag fast 20 € günstiger angeboten werden kann als damals. Dies ist nur deshalb möglich geworden, weil die LH München sich entschieden hat, ein eventuell entstehendes Defizit in den ersten beiden Pilotjahren zu übernehmen. Damit haben sich die Rahmenbedingungen für die Einführung eines Semestertickets erheblich verbessert.

Den Studierenden liegt nun ein konkretes Angebot (Sockelbetrag 59,00 € und Aufpreisticket 141,00 €) zur Einführung eines MVV-Semestertickets vor. Die Annahme des Angebotes hat jedoch eine Urabstimmung unter den Studierenden vorausgesetzt. Diese Urabstimmung fand nun vom 21.11. bis zum 02.12.2012 statt und die Ergebnisse liegen nun vor.

 

Ergebnisse der Urabstimmung

Die Beteiligungshürde wurde von allen drei Hochschulen deutlich übersprungen und die Unterschiede zwischen den einzelnen Hochschulen sind vergleichsweise gering. Die Ergebnisse im Detail:

·       LMU        - Beteiligungsquote 52,6 %  

·       TUM        - Beteiligungsquote 68,7 % 

·       HM          - Beteiligungsquote 54,1 %

·       LMU        - Ja-Stimmen 20 725 = 81,5 %

·       TUM        - Ja-Stimmen 21 818 = 90,7 %

·       HM          - Ja -Stimmen  9 687 = 87,9 %.

 

Damit wurde dieses Mal auch bei der LMU mit 81,5 % eine überwältigende Mehrheit erreicht; bei der TUM wurde mit 90,7 % Zustimmung wieder das beste Ergebnis erzielt.

 

Wie sieht das Semesterticket nun aus?

Das Angebot besteht aus zwei Komponenten:

·       Sockelbetrag von 59 €

Dieser Sockelbetrag ist obligatorisch von allen Studierenden pro Semester zu bezahlen und berechtigt zu belieben Fahrten mit allen MVV-Verkehrsmitteln im Gesamtnetz, von Mo – Fr ab 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr des Folgetages; an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig ohne zeitliche Einschränkung.

·       Aufpreisticket von 141 €

Für die tägliche Fahrt zur Hochschule kann fakultativ ein Aufpreisticket gekauft werden; dies berechtigt zu beliebigen Fahrten mit allen MVV-Verkehrsmitteln im MVV-Gesamtnetz.

Diese Preise gelten für das 1. Pilotjahr; sollten sich die MVV-Preise für 2014 ändern, müsste der Preis für das Semesterticket ebenfalls angepasst werden.

 

Die weiteren Schritte zur Umsetzung …

Mit der positiven Urabstimmung der Studierenden ist eine weitere wichtige Weichenstellung erfolgt. Die nächsten Schritte werden nun zügig angegangen. Dies sind:

  1. Vereinbarung zwischen MVV/Verkehrsunternehmen mit dem Freistaat Bayern über die Ausgleichsleistungen nach § 45a PBefG.
  2. Beschlussfassung durch die MVV-Gremien Verbundrat und Gesellschafterversammlung.
  3. Vertrag zwischen MVV, Studentenwerk und LH München über die Abwicklung des Semestertickets in der zweijährigen Pilotphase.
  4. Beantragung der erforderlichen Tarifgenehmigung.
  5. Vertriebliche Umsetzung durch die Verkehrsunternehmen im MVV zum Beginn des WS 2013/14.

 

Fazit

Der MVV begrüßt das positive Ergebnis der Urabstimmung an den drei Hochschulen und freut sich mit den Studierenden, dass hiermit die Einführung eines Semestertickets für den Großraum München in greifbare Nähe gerückt ist.

Der MVV wird sich mit den Verbundpartnern konstruktiv in die weitere Realisierung einbringen. Die größten Schritte sind mit der Garantieerklärung der Landeshauptstadt und der positiven Urabstimmung bereits gemacht. Somit könnten mit Einführung eines Semestertickets im MVV rund 20-jährige Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gebracht werden.