Wanderausstellung „40 Jahre MVV“ macht Halt bei der Volkshochschule Freising

05. Dezember 2012

40 Jahre MVV – 25 Jahre enge und konstruktive Partnerschaft zwischen Landkreis und Stadt Freising und dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Bis 19. Dezember macht eine Wanderausstellung rund um den 40. Geburtstag des MVV in der Volkshochschule Freising halt. Auf 17 informativen Stelen lassen sich historische und aktuelle Entwicklungen der Aufgaben und Herausforderungen des Verkehrsverbundes nach­­vollziehen. Der Eintritt ist frei.

Im Olympiajahr 1972 startete der Verbundverkehr. 1988 integrierte der Landkreis Freising den Regionalbusverkehr in den MVV, seit 1996 ist er mit den anderen sieben Verbundlandkreisen auch Gesellschafter der MVV GmbH.

Die Feinerschließung der Landkreisgemeinden und die Anbindung an die S-Bahn erfolgt über 34 MVV-Regionalbuslinien; knapp 90 % der Landkreisbewohner müssen weniger als einen Kilometer bis zur nächstgelegenen der ca. 450 Haltestellen laufen. Das Fahrtenange­bot des MVV-Regionalbusverkehrs konnte in den letzten zehn Jahren um rund 21 % gesteigert werden. Jeden Werktag sind rund 24.500 Fahrgäste mit den MVV-Regionalbussen unterwegs, 12.000 davon allein in der Stadt Freising.

Zwei S-Bahnlinien mit werktäglich rund 230 Fahrten binden den Landkreis über 6 S-Bahnhöfe an die Landeshauptstadt München an. Die Bahnhöfe Freising, Langenbach, Marzling und Moosburg werden zudem von Regionalzügen bedient. An den Bahnhöfen gibt es 2.300 P+R-Stellplätze und 3.050 B+R-Stellplätze. 24.000 S-Bahnfahrgäste zählt der Landkreis Freising an einem gewöhnlichen Wochentag, meistgenutzte S-Bahnstation ist Freising mit etwa 8.600 Fahrgästen.

Insgesamt hat der öffentliche Verkehr bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert und einen Marktanteil von rund 21 % mindestens wöchentlicher Nutzung (vergleichbarer Bundesdurchschnitt 18 %). Diese und weitere Daten finden sich in der Broschüre „Mobilität im Landkreis Freising“ unter www.mvv-muenchen.de bei „Downloads“.

Der Landkreis Freising engagiert sich auch finanziell sehr stark im MVV-Regionalbusverkehr. Deutlich wird dies an der zunehmenden Leistungsdichte und der sukzessiven Einführung hoher, einheitlicher Qualitäts­­stan­dards bei Fahrzeugen und Haltestellen mit Barriere­freiheit, Klimaanlagen und elektronischen Fahrausweis­druckern. Eine besondere Herausforderung war und ist der Paradig­men­wechsel, der seit 1996 aufgrund der damals beginnenden Liberalisierung des ÖPNV-Marktes begann. Seither gilt es, die Chancen des Wettbe­werbes zu nutzen und die Risiken zu begren­zen. Das ist dem Landkreis in enger Abstimmung und Beratung durch den MVV bisher gut gelungen – das Ergebnis ist besserer ÖPNV zu geringeren Kosten.

Jetzt wurde der rechtliche Ordnungsrahmen für den öffentlichen Personennahverkehr nach vielen Jahren der Diskussion erneut angepasst, zum 01.01.2013 treten nun auch die Änderungen des Personenbeförderungsgesetzes in Kraft, die sich vor allem auf die Vergabe der MVV-Regionalbuslinien auswirken. Landkreis und MVV sind hier gut gewappnet, da sie sich bereits vorausschauend auf diese Entwicklung eingestellt haben.

Für die wachsenden Pendlerströme aus dem Landkreis nach München und um zukunftsfähig zu bleiben, sind auch Entwicklungen und Rahmenbedingungen außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Landkreises entscheidend. So ist die zweite Stammstrecke der S-Bahn für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung im Landkreis ohne gleichwertige Alternative – die Wanderausstellung gibt auch hierzu Hintergrundinformationen.