Die stetig wachsende Bevölkerung und deren Mobilitätsbedürfnisse stellen die Verantwortlichen aus Politik und Planung im gesamten MVV-Raum vor große Herausforderungen. Insbesondere im Münchner Umland ist der private Pkw oft das Mittel der Wahl, um die alltäglichen Mobilitätsbedürfnisse komfortabel, einfach und ohne große Zeitverluste zu bewältigen. Neben der Verursachung von Staus und erhöhten Konzentrationen gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe, trägt dieses Verkehrsverhalten durch erhöhte CO2-Emissionen maßgeblich zum Klimawandel bei.

Das innerhalb des INTERREG Alpine Space Programms geförderte EU-Projekt ASTUS, hat zum Ziel, Strategien und Maßnahmen für die Reduzierung des CO2 Ausstoßes zu eruieren und in ausgewählten Pilotstandorten zu testen. ASTUS soll dabei in erster Linie Kommunen und Verwaltungen im alpinen Raum helfen, Maßnahmen zu entwickeln, um den CO2 Ausstoß im alltäglichen Verkehr langfristig zu reduzieren. Insgesamt sind an dem Projekt 12 Projektpartner aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Slowenien beteiligt.

Wir als Projektpartner und Mobilitätsverbund wollen im Rahmen von ASTUS vor allem folgende Fragestellungen beantworten:

  • Welche konkreten Verbesserungen und Ergänzungen im ÖPNV-Angebot vor Ort haben positive Wirkungen auf das Verkehrsverhalten und tragen damit nachhaltig zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Alltagsmobilität bei?
  • Inwiefern können verbesserte ÖPNV Informationen und spezifisches Marketing zur nachhaltigen CO2-Reduktion im Verkehrssektor beitragen?

Einen Schwerpunkt des Projekts stellt dabei die Zusammenarbeit mit den Pilotstandorten dar. Hier sollen theoretische Ansätze vor Ort getestet und weiterentwickelt werden. Die MVV-Landkreise Ebersberg, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg unterstützen den MVV hierbei tatkräftig als Pilotstandorte. Für diese werden u.a. Szenarien und Aktionspläne zur nachhaltigen CO2-Reduzierung erstellt. Diese werden Maßnahmenvorschläge und konkrete Umsetzungshinweise enthalten.

Gesamtbetrag der EU-Förderung: 2.036.558 €

This project is co-financed by the European Regional Development Fund (ERDF) through the INTERREG Alpine Space programme.