Neuer Anlauf beim Semesterticket

Meldung vom 01.12.2008

MVV: Neuer Anlauf beim Semesterticket

Die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern und die Verbundlandkreise haben in der MVV-Gesellschafter-versammlung am 28. November, unter Vorsitz von Oberbürgermeister Christian Ude, die Verbundgesellschaft einstimmig beauftragt, die Verhandlungen zur Einführung eines Semestertickets im MVV wieder aufzunehmen und noch einmal zu versuchen, hier zu einer Lösung zu kommen.

Im Juli waren die Verhandlungen mit dem Studentenwerk eingestellt worden, nachdem keine konsensfähige Lösung gefunden werden konnte: Für das klassische Semesterticket mit einheitlicher Umlage auf alle Studenten hatte sich ein zu hoher, verfassungsrechtlich bedenklicher und daher nicht genehmigungsfähiger Preis ergeben, für das so genannte „Zwei-Komponenten-Modell“ mit einem obligatorischen Grundbetrag und einem fakultativen Aufpreisticket zeigten hingegen die Studierenden zu wenig Interesse.
Die Verbundgesellschaft wird bereits in den nächsten Tagen wieder auf alle bisherigen Verhandlungspartner zugehen und mit diesen gemeinsam alle denkbaren Modelle für ein Semesterticket nochmals prüfen und alle Möglichkeiten ausloten.
Dazu Oberbürgermeister Christian Ude: „Für die Wünsche und Forderungen der Studierenden an den Münchner Hochschulen wie auch der Hochschulleitungen und des Studentenwerks nach Einführung eines MVV-Semestertickets habe ich volles Verständnis. Dass es bis heute ein solches Angebot im MVV nicht gibt, ist aber nicht etwa Ausdruck mangelnden Willens oder mangelnden Problembewusstseins bei den dafür Verantwortlichen, sonder hat gute Gründe. Durch die heute schon weit überdurchschnittliche Nutzung des MVV durch die Studierenden ist die Ausgangssituation für die Einführung eines solchen Angebots im MVV nun einmal überhaupt nicht vergleichbar mit der in allen anderen Universitätsstädten in Deutschland. An diesen Rahmenbedingungen, die im Juli zu einer Einstellung der Verhandlungen mit dem Studentenwerk geführt haben, hat sich bis heute auch nichts geändert. Dennoch wollen wir nichts unversucht lassen, hier vielleicht doch noch zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Vor allem muss ausgelotet werden, ob – wie in Nordrhein-Westfalen – Zuschüsse des Landes oder Beiträge der Hochschulen eine Lösung ermöglichen können. Ich würde mich freuen, wenn es gelänge, mit diesem nochmaligen Anlauf schlussendlich doch noch zu einem Semesterticket im MVV zu kommen.“
Über die Einführung eines Semestertickets sollte es nach Auffassung der MVV-Gesellschafter eine Urabstimmung unter den Studierenden der Münchner Hochschulen geben, sobald konkret realisierbare und finanzierbare Modelle vorliegen.
Wenn dann feststeht, ob es im MVV ein Semesterticket geben wird oder nicht, steht die Überarbeitung des Ausbildungstarifs auf der Tagesordnung. Dann soll näher untersucht werden, welche Verbesserungen hier noch möglich sind.


© MVV

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