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Im Ballungsraum München spielt die S-Bahn eine gewichtige Rolle.
Ihre Leistungsfähigkeit und ihr Erscheinungsbild prägen die Qualität
des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten MVV-Raum.
Das S-Bahn-System wurde 1972 für täglich rund 250.000 Fahrgäste
konzipiert. Zwischenzeitlich nutzen es rund 800.000 Reisende
täglich. Daher wird es kontinuierlich ausgebaut.
Der viertgrößte Bahnof in Bayern hat eine durchschnittliche Tagesfrequenz von rund 85.000 Personen. Nun wird er bis 2012 ausgebaut, so dass ein nahezu stufenloser Zugang in die Züge ermöglicht wird und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie Fahrgäste mit Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrad bequem und barrierefrei mit Aufzügen oder Rolltreppen zu den Bahnsteigen gelangen. Insgesamt werden rund 35 Millionen Euro bereitgestellt.
Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:
Die Stationen der Münchner S-Bahn werden sukzessiv barrierefrei ausgebaut. Dann ist der Bahnsteig auch für mobilitätseingeschränkte Personen entweder über Rampen oder Aufzüge erreichbar und die Bahnsteighöhe beträgt 96 cm, damit der Einstieg in das S-Bahn-Fahrzeug ET 423 stufenlos ist. Im Rahmen eines 100-Millionen-Euro-Landesprogramms werden alle Stationen der S-Bahn München mit mehr als 1.000 Ein- und Aussteigern nach Vorgaben der Barrierefreiheit gestaltet.
Für die nachfolgend genannten Stationen steht der barrierefreie Ausbau in Kürze an: Ebersberg, Possenhofen, Ottenhofen, Herrsching, Harthaus, Harras, Berg am Laim, Westkreuz und Oberschleißheim.
Für die S-Bahn-Stationen Stachus und Isartor sind Aufzüge geplant.

Die Linie A wird weiter in das S-Bahn-System integriert. Derzeit wird geplant, die 29 km lange eingleisige Dieselstrecke zu elektrifizieren und die Infrastruktur auszubauen. Schwerpunkte sind der Bau eines circa 3 km langen zweigleisigen Begegnungsabschnitts bei Schwabhausen, der Ausbau des Haltepunktes Erdweg zum Kreuzungsbahnhof, die Anpassung des Bahnhofes Dachau Stadt sowie der barrierefreie Ausbau von Stationen und der Rückbau des Kreuzungsbahnhofes Indersdorf zum eingleisigen Haltepunkt.
Zukünftig können auf der Strecke S-Bahn-Fahrzeuge vom Typ ET423 eingesetzt werden. Sie verkehren gänztägig im Stundentakt und sind auf die S2 durchgebunden. Somit ermöglichen sie eine umsteigefreie Verbindung in die S-Bahn-Stammstrecke. In den Hauptverkehrszeiten ist ein 30-Minuten-Takt vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für 2013 geplant.

Im Süden von München soll das S-Bahn-Netz auf der Linie S7 nach Wolfratshausen um circa 9 Kilometer nach Geretsried erweitert werden. Damit bekommt die Stadt Geretsried, die bisher ausschließlich mit MVV-Regionalbussen bedient wurde, einen umsteigefreien Anschluss an das attraktive Schnellbahnsystem des MVV. Die eingleisige Verlängerung hat drei neue Stationen in Gelting, Geretsried Mitte und Geretsried Süd.
Derzeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammengestellt.

Die S8 nach Geltendorf gehört zu den sehr stark ausgelasteten Strecken im Münchner S-Bahn-Netz. Die vorhandene zweigleisige Infrastruktur wird sowohl von der S-Bahn, den Regionalzügen als auch vom Fern- und Güterverkehr genutzt. Zur Leistungssteigerung wird derzeit geplant, die Strecke zwischen Pasing und Eichenau viergleisig auszubauen. Das wird den S-Bahn-Verkehr vom Regional-, Fern- und Güterverkehr entflechten.
Derzeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet.

Die Anbindung des Flughafens über die Schiene soll weiter verbessert werden. Dazu werden im Rahmen des sogenannten Erdinger Ringschlusses folgende Maßnahmenpakete geplant:

Die Stammstrecke ist das Nadelöhr des sternenförmig ausgerichteten Münchner S-Bahn-Systems. Da dort alle S-Bahnen fahren, wird die City optimal erreicht. Durch die gegenseitige Beeinflussung der Züge auf der Stammstrecke können jedoch Unpünktlichkeiten leicht übertragen werden. Die gemeinsame Strecke stellt auch einen Engpass insbesondere bei Störungen dar. Ferner verhindert die begrenzte Kapazität der Strecke eine Ausweitung des Verkehrsangebotes.
Zur Entlastung der vorhandenen Stammstrecke wird daher der Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke geplant. Sie verläuft parallel zur vorhandenen Strecke von Laim bis zum Leuchtenbergring. Am Marienhof, Hauptbahnhof und Ostbahnhof sind neue Stationen vorgesehen. Aufgrund der dichten Bebauung im Münchner Untergrund werden die S-Bahn-Stationen in rund 40 m Tiefe errichtet. Die Oberfläche kann über Expressaufzüge und ausreichend dimensionierte Fahrtreppen schnell erreicht werden. Kurze Umsteigewege zur vorhandenen S-Bahn-Stammstrecke und zur U-Bahn sind vorgesehen. Durch die begrenzte Anzahl von Stationen auf der neuen Stammstrecke kann zwischen Pasing und Ostbahnhof eine sehr attraktive Fahrzeit angeboten werden.
Die 2. S-Bahn-Stammstrecke ermöglicht grundsätzlich auch neuartiges Express-S-Bahn-System. Dabei wird ganztags ein 15-Minuten-Grundtakt auf allen S-Bahn-Ästen angeboten. Dieser wird von Express-S-Bahnen überlagert, die im 30-Minuten-Takt nur die äußeren und aufkommensstarken Stationen auf den Außenästen des S-Bahnnetzes bedienen. Damit sind attraktive Fahrzeiten mit Fahrzeitgewinnen von bis zu 10 Minuten möglich.
Mehr Informationen finden Sie in der Broschüre "2. S-Bahn-Tunnel - Eine Investition für die Zukunft der S-Bahn München", die der MVV herausgegeben hat.
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Zur Stärkung tangentialer Verbindungen ist der stufenweise Ausbau der sogenannten Sendlinger Spange vorgesehen, der Verbindung von Pasing über Heimeranplatz und Harras nach Deisenhofen. Dazu gehören folgende Maßnahmen:
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