Barrierefrei in Bussen und Bahnen

Der Fuhrpark der Verkehrsunternehmen im MVV wird kontinuierlich modernisiert. In der Regel gilt: Je neuer ein Fahrzeug, desto weniger Barrieren gibt es.

S-Bahn

  • Von den 150 S-Bahn-Stationen im MVV werden zurzeit etwa 85 Prozent barrierefrei erreicht; optimal gestaltet sind über 90 Bahnhöfe. Weitere Verbesserungen folgen sukzessive.

  • Mittlerweile fahren auf allen S-Bahn-Strecken im Regelbetrieb die neuen Fahrzeuge der Baureihe ET 423. Breite Türen, deutliche Zugzielanzeiger sowie ein modernes Fahrgastinformationssystem bieten hohen Komfort. Zudem sind diese Fahrzeuge mit einer Klapprampe ausgestattet, die vom Fahrer betrieben wird. Rollstuhlfahrer und andere Bedürftige stellen sich an der Spitze des Zuges auf, damit der Fahrer sie sieht.

  • Im Zug ganz vorne und ganz hinten – jeweils bei den Fahrerkabinen – gibt es so genannte Mehrzweckbereiche, die unter anderem für Rollstuhlfahrer gut zugänglich sind.

  • In den S-Bahn-Zügen gibt es zahlreiche Sitze oder Sitzgruppen für Behinderte, die gekennzeichnet sind.


Informationen zum Betriebszustand der Aufzüge in den Haltestellen gibt die 3S-Zentrale des Bahnhofsmanagements München. Sie ist unter der Telefonnummer 089/ 1308 1055 erreichbar. Dort erfahren Sie auch, bei welchen Aufzügen im Zwischengeschoss umgestiegen werden muss. Sollte ein Fahrstuhl defekt sein, nutzen Sie bitte die Notrufmöglichkeit in der Kabine oder in der Haltestelle.

U-Bahn

  • Die Bahnsteige auf allen 100 bestehenden U-Bahnhöfen werden barrierefrei erreicht.

  • Die neuen U-Bahn-Wagen vom Typ C1.9 haben breite Einstiegstüren, deutlich mehr Stellfläche und durch hochklappbare Sitze hohen Komfort. 

  • Bitte beachten Sie, dass sich Rollstuhlfahrer immer an der Zugspitze aufstellen, damit der Fahrer sie rechtzeitig sehen kann.


Informationen zum Betriebszustand der Aufzüge in den U-Bahn-Haltestellen gibt die zentrale Betriebsleitstelle, unter der Telefonnummer 089/ 21 91 33 33. Dort erfahren Sie auch, bei welchen Aufzügen im Zwischengeschoss umgestiegen werden muss. Sollte ein Fahrstuhl defekt sein, nutzen Sie bitte die Notrufmöglichkeit in der Kabine oder in der Haltestelle.

Tram

  • Im Trambahn-Netz sind fast ausschließlich behindertengerechte Fahrzeuge im Einsatz – auch nachts.

  • Von 148 Trambahn-Haltestellen sind 126 behindertengerecht.

Innerstädtischer Bus

  • Im MVV werden überwiegend Niederflurbusse mit Hublift oder Klapprampe als Einstiegshilfe eingesetzt.
Diese Busse, die übrigens auch nachts verkehren, erkennen Sie am Behindertenzeichen.

  • Für den Einstieg mit Rampe empfehlen wir Ihnen dieses Vorgehen: Warten Sie am besten in der Nähe des Haltestellenmastes und halten Sie einen Sicherheitsabstand zur Bordsteinkante ein. Benutzen Sie immer die Tür in der Mitte des Busses! Um den Busfahrer zu informieren, drücken Sie den roten Knopf rechts neben der mittleren Tür. Der Busfahrer wird Ihnen den Zugang mittels Rampe ermöglichen, sobald die übrigen Fahrgäste aus- und eingestiegen sind. Es gibt Klapprampen, die vom Fahrer manuell bedient werden und elektromechanische Rampen. Zukünftig werden nur noch die weniger störanfälligen manuellen Klapprampen eingebaut. Bis dahin gilt: Bevor die elektromechanische Rampe ausfährt, schließen sich kurz die Türen. Die Rampe ist einen Meter lang, halten Sie genügend Abstand. Stößt die Rampe auf ein Hindernis, wird sie wieder ganz eingefahren. Erst dann ist ein neuer Versuch möglich. Die Neigung der Rampe variiert von Haltestelle zu Haltestelle. Die maximale Tragfähigkeit der Rampe beträgt 250 kg.

  • Gleich gegenüber der Tür ist der Aufstellplatz. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie sich mit dem Rücken zur Fahrtrichtung an die Polsterfläche stellen. Die Sitzplätze für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ohne Rollstuhl sind mit einem Piktogramm gekennzeichnet. Sie finden sie immer in der Nähe der Türen.

  • Für den Ausstieg machen Sie den Fahrer mit einem roten Knopf auf sich aufmerksam. Diesen finden Sie in der Mitte der Stellfläche des Busses.

MVV-Regionalbus

  • Auch im Umland nimmt die Zahl der Niederflurbusse stetig zu.