Fahrplanauskunft für Sehbehinderte

Kostenlose ÖPNV-Nutzung für ukrainische Geflüchtete

Ukrainische Geflüchtete können in Deutschland Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Das haben die Mitgliedsunternehmen im ÖPNV-Branchenverband beschlossen.

Die über 600 im Branchenverband VDV organisierten Verkehrsunternehmen und Verbünde haben in einer Sondersitzung des Präsidiums am 1. März 2022 beschlossen, sowie am 22. März 2022 weiter konkretisiert, dass ab sofort und bis Ende Mai 2022 Ukrainer:innen, die aufgrund des Kriegs in ihrem Land flüchten und nach Deutschland einreisen, hier kostenlos alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) nutzen können.

Es gelten folgende Regelungen:

  • Die Kulanzregelung zu Freifahrten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine gilt bis auf Widerruf, läuft jedoch längstens bis zum 15. Juni 2022.
  • Aus der Ukraine geflüchtete Menschen können die integrierten Verkehrsmittel im gesamten Verbundgebiet unentgeltlich nutzen.
  • Als Fahrtberechtigung genügt ein ukrainischer Pass / Personalausweis oder ein Temporary Residence Permit-Dokument.
  • Die kostenlose MVV-Nutzung ist auf diesen Personenkreis beschränkt, Geflüchteten anderer Herkunft bzw. ohne die genannten Dokumente kann die kostenlose Beförderung derzeit leider nicht angeboten werden.
  • Mitreisende Kinder unter 18 Jahren benötigen kein Ausweisdokument.

Nachweis für geflüchtete Kinder ohne Begleitung:
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre müssen sich nicht ausweisen und führen oftmals keinen Pass mit. Aus diesem Grund hat der MVV ein Formular erstellt, mit dem die geflüchteten Schüler:innen zeitnah von Schulaufwandsträgern bzw. Schulen mit einer schriftlichen Bestätigung ausgestattet werden können. Das Formular dient als Nachweis über die Flucht aus der Ukraine und damit als Fahrtberechtigung.

Eine Übersicht der Regelungen und die Vorlage für die Bescheinigung gibt es hier.

Zur entsprechenden Pressemitteilung vom 2. März 2022.