Fahrplanauskunft für Sehbehinderte

U-Bahn Planung

Die U-Bahn – das Rückgrat des ÖPNV in der Stadt

Tag für Tag sind in München über 1 Million Menschen mit der U-Bahn unterwegs, pro Jahr werden nahezu 400 Millionen Fahrgäste befördert.

Das Angebot, die Leistung und die räumliche Erschließung des Stadtgebietes werden kontinuierlich ausgebaut.
Nach der Verlängerung der U3 nach Moosach sind nun als mögliche weitere Ausbauprojekte die Verlängerung der U4 nach Englschalking, der U5 nach Pasing (bzw. nach Freiham) sowie der U6 nach Martinsried in Untersuchung bzw. Planung. Für die die Verlängerung der U6 nach Martinsried soll noch im Jahr 2018 ein Spatenstich erfolgen.

Baureferat der Landeshauptstadt München: U-Bahn-Planung

Der U-Bahnhof Sendlinger Tor wird erneuert (Quelle: MVG)

Die U-Bahn-Modernisierung erreicht eine neue Dimension: Die Stadtwerke München (SWM) erneuern ab März 2017 einen der wichtigsten U-Bahnhöfe im Netz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) - die U-Bahnstation Sendlinger Tor.

Erstmals wird ein derart komplexer Knotenpunkt mit zwei Bahnsteigebenen und Sperrengeschoss unter laufendem Betrieb komplett saniert, modernisiert, umgestaltet, barrierefrei ausgebaut, brandschutztechnisch ertüchtigt sowie erweitert.

Die Steigerung der Leistungsfähigkeit des teilweise über 45 Jahre alten Bauwerks steht bei dem Umbau im Mittelpunkt. Innerhalb von sechs Jahren soll bis 2022 ein Zukunftsbahnhof entstehen.

Verlängerung U5 nach Pasing

Quelle: LHM

(29.11.2017) Die Planungen für die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing werden konkreter. Noch in diesem Jahr soll die Genehmigung für den ersten der drei Bauabschnitte auf den Weg gebracht werden. Mehr zum aktuellen Planungsstand und zu den nächsten Schritten.

Was passiert genau?

Dass die U5 von ihrer derzeitigen Endhaltestelle Laimer Platz aus bis zum Pasinger Bahnhof verlängert werden soll, steht schon seit längerem fest. In seiner gestrigen Sitzung befasste sich der Bauausschuss des Stadtrats aber erstmals mit der konkreten Vorplanung für den ersten der drei Bauabschnitte. Dieser betrifft den Abschnitt zwischen der Von-der-Pfordten-Straße und der Fischer-von-Erlach-Straße und den geplanten U-Bahnhof Willibaldstraße, der neben den Haltestellen Am Knie und Pasing Bahnhof neu gebaut werden soll. Dieser Bereich wird in der sogenannten „Deckelbauweise“ hergestellt. Im ersten Schritt werden die Außenwände im Erdreich erstellt, auf die dann im zweiten Schritt der Deckel des Bauwerks betoniert wird. Erst danach folgt der Aushub unter dem Deckel.

Um die Belastung für die Anwohner und den Verkehr auf der Gotthardstraße so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Herstellung des Deckel in zwei Teilen. So kann der Verkehr je Richtung einspurig weiter durch die Gotthardstraße fließen und es ist genügend Platz für Geh- und Radwege. Bereits nach Fertigstellung des Deckels, also während der Ausbau des Tunnels noch läuft, wird die Gotthardstraße in weiten Teilen wieder im Endzustand hergestellt. Um die Belastung für die Anwohner weiter zu reduzieren, erfolgen auch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen während der Baumaßnahme.

Ab der Fischer-von-Erlach-Straße erfolgt der Bau der Streckentunnel mit Tunnelvortriebsmaschinen, die unterirdisch die Tunnelröhren bohren. Lediglich für die Bahnhofsbauwerke sind wieder Deckelbauweisen vorgesehen. Die Tramlinie 19 soll übrigens während der gesamten Baumaßnahme weiter fahren, auch wenn sich baustellenbedingt ihre Streckenführung etwas ändern wird.

So geht es jetzt weiter

In einem nächsten Schritt soll das Baureferat noch 2017 die Planfeststellung für den Abschnitt zwischen Laimer Platz und Willibaldstraße beauftragen. Bei den beiden anderen Abschnitten Am Knie und Pasing ist der Beginn der Planfeststellungsverfahren 2018 geplant. Um einen möglichst frühen Baubeginn der neuen U-Bahnstrecke zu ermöglichen, müssen bestimmte Planungsleistungen vorgezogen werden. Zudem beschloss der Stadtrat, dass zusätzliche Stellen für U-Bahnexperten geschaffen werden. Einen konkreten Zeitpunkt, ab wann die U5 bis nach Pasing fährt, gibt es zwar noch nicht - doch die Planungen laufen auf Hochtouren und der Stadtrat wird zeitnah über den aktuellen Stand informiert.

Entlastungsspange U9 (Quelle: MVG)

Die Münchner U-Bahn ist beliebt bei Einheimischen wie Touristen. Das zeigt das stetige und überdurchschnittlich steigende Fahrgastwachstum: die Nachfrage bei der U-Bahn hat in jüngster Vergangenheit jeweils um bis zu zehn Millionen Fahrgäste pro Jahr zugelegt. Neben dem attraktiven ÖPNV-Angebot ist auch das Bevölkerungswachstum in München und der Region ursächlich für diese Entwicklung.

Mittelfristig für Entlastung sorgen könnte eine neue U-Bahnstrecke im Nord-Süd-Korridor von der Implerstraße über den Hauptbahnhof zur Münchner Freiheit: die sogenannte U9-Spange. Eine von SWM/MVG beauftragte Machbarkeitsstudie zeigt die grundsätzliche bauliche Machbarkeit der Entlastungsstrecke.

Als Vorzugsvariante wurde folgende gut 7 km lange Verbindung identifiziert: Impler-/Poccistraße – Esperantoplatz – Hauptbahnhof – Pinakotheken – Elisabethplatz – Münchner Freiheit – Dietlindenstraße mit einer zusätzlichen ca. 1 km langen Verbindungs- strecke (Hauptbahnhof – Theresienstraße) zur Anbindung und Verstärkung der U2-Nord- Achse. Siehe auch: Zukunftsfähigkeit des Münchner U-Bahn-Netzes – Bekenntnisbeschluss für die Entlastungsspange U9 der Landeshauptstadt München.
Mehr zum Thema

Wikipedia – über die U-Bahn München