AM DREIFALTIGKEITSPLATZ, DEM JÜDISCHEN VIERTEL IM MITTELALTER
Begeben Sie sich am Dreifaltigkeitsplatz in etwa an die Stelle, von der das nachfolgende Bild aufgenommen wurde.
Dreifaltigkeitsplatz
Hier befand sich im Mittelalter das jüdische Viertel der Stadt Landshut mit Wohnhäusern, einem Schlachthaus und einer Synagoge, die gleichzeitig als Schulhaus diente. Das rechteckige, massiv ausgeführte Gotteshaus war entsprechend der Bedeutung der Landshuter Gemeinde stattlich. Nach der Vertreibung der Juden im Jahr 1450 wurde die Synagoge zur Dreifaltigkeitskirche umgewidmet und umgebaut. Diese Kirche gab dem Platz seinen heutigen Namen. Auf dem Gedenkstein in der Bildmitte können Sie erkennen, wo sich Synagoge und Kirche befunden haben.
5) In welchem Jahr wurde die Dreifaltigkeitskirche abgerissen?
Rechts neben dem Gedenkstein befindet sich ein Standbild von Herzog Ludwig dem Reichen. Er ließ um 1470 den Zehentstadel oder Herzogskasten erbauen, das große gelbe Gebäude vor Ihnen. Zur Zeit der Landshuter Hochzeit 1475 diente es als Getreidespeicher, um die mehr als 10.000 Pferde der Gäste zu versorgen. Von 1857 bis 1970 war das Landgericht in diesem Gebäude untergebracht.
Das Standbild wurde 1858 von König Ludwig I. gestiftet und blickt genau Richtung München. In der rechten Hand hält der Herzog eine Papierrolle, weil er 1472 in Ingolstadt die erste bayerische Universität gegründet hat. Daher heißt diese Universität bis heute „Ludwig-Maximilians-Universität“. Von 1800 bis 1826 befand sich die Universität in Landshut.
6) Welcher Gegenstand befindet sich unter der linken Hand des Herzogs?
Wenn Sie die Straße überqueren, haben sie einen wunderbaren Ausblick auf die Burg Trausnitz, die majestätisch über der Stadt thront.
Burg Trausnitz
Die oberhalb Landshuts gelegene und schon von weitem sichtbare Burg wird erst seit dem 16. Jahrhundert "Trausnitz" genannt. Bis dahin führte sie den gleichen Namen wie die Stadt selbst: „Landeshuata“ – Die Behüterin / Beschützerin des Landes. „Trausnitz“ bedeutete damals „Trau dich nicht“ oder „Trau ihr nicht“. Sie sieht nämlich harmlos aus, galt im Mittelalter aber als uneinnehmbar.
Tipp:
Machen Sie nach der Stadtrallye doch einen kleinen Spaziergang auf die Burg hinauf. Sie ist von hier in maximal 30 Minuten über die Fürstentreppe zu Fuß erreichbar und bietet einen wunderbaren Ausblick über die Stadt.