Skip to main content Skip to page footer

Barrierefreiheit im MVV

Barrierefreie MVV‑Angebote erleichtern Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu Fahrzeugen und Haltestellen und bieten zusätzliche Unterstützung durch Fahrplanmedien, Hotline und einen professionellen Begleitservice.

Mobil trotz Handicap

Menschen mit Behinderung finden im MVV ein gut abgestimmtes Mobilitätsangebot. Fast alle Haltestellen im MVV-Gebiet sind inzwischen barrierefrei erreichbar. Auch die neuen Fahrzeuge von U-Bahn, Bus, Tram und Regionalzug sind so gebaut, dass der Einstieg – auch mit größeren Rollstühlen – dank Rampen und technischer Hilfen meist problemlos funktioniert.

Barrieren können auch für Menschen mit eingeschränktem Sehen, Hören oder Orientierungsvermögen entstehen. Hier unterstützen besondere Fahrplanmedien, die MVV‑Telefonhotline sowie der Begleitservice des gemeinnützigen Katholischen Männerfürsorgevereins.

Fahrgäste mit Schwerbehindertenausweis und der „Bescheinigung zur unentgeltlichen Beförderung im ÖPNV“ haben – zusammen mit einer Begleitperson – freie Fahrt im MVV, wenn eine gültige Wertmarke vorhanden ist. Weitere Informationen dazu folgen im Anschluss.

Schwerbehindertenausweis

Ticket für Menschen mit Behinderung

Menschen mit einer Schwerbehinderung, die in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt sind, benötigen einen grün‑orangefarbenen Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke. Mit diesem Ausweis besteht Anspruch auf kostenlose Fahrt im gesamten MVV‑Netz.

Ist im Ausweis das Merkzeichen „B“ eingetragen, bedeutet das, dass eine ständige Begleitung notwendig ist. In diesem Fall kann die Begleitperson kostenlos mitfahren.
Für die kostenlose Beförderung der Begleitperson ist keine zusätzliche Wertmarke notwendig – der Ausweis mit dem Merkzeichen „B“ genügt.

Ausstellung der Unterlagen

Der Schwerbehindertenausweis wird beim Zentrum Bayern Familie und Soziales ausgestellt.
Die Wertmarke kostet 104 Euro pro Jahr oder 53 Euro pro Halbjahr und ist ebenfalls dort erhältlich.

Fragen und Antworten

Nein. Der grüne Schwerbehindertenausweis berechtigt nicht zur kostenlosen Fahrt im MVV.

Der Ausweis allein ermöglicht keine Freifahrt in den MVV-Verkehrsmitteln.

  • Der Ausweis mit Wertmarke gilt im ganzen MVV‑Gebiet.
  • Damit können alle Busse und Bahnen im MVV genutzt werden.

Er gilt auch in Zügen der 2. Klasse ohne Zuschlag auf diesen Strecken:

  • Holzkirchen – Kreuzstraße
  • München Hauptbahnhof – Holzkirchen
  • München Hauptbahnhof – Südring – München Ostbahnhof
  • Grafing Bahnhof – Wasserburg
  • Freising – Moosburg
  • München Hauptbahnhof – Rosenheim – Kufstein
  • München Hauptbahnhof – Rosenheim – Bernau
  • Prien – Aschau
  • Rosenheim – Wasserburg (– Soyen)
  • München Hauptbahnhof – Tutzing – Kochel
  • Mammendorf – Althegnenberg

Der Ausweis gilt außerdem auf Linien, die über das MVV‑Gebiet hinausfahren, wenn dort MVV‑Tickets anerkannt werden.

Ja.
Ein Schwerbehindertenausweis aus jedem anderen Bundesland wird in Bayern anerkannt.

Service-Angebote

MVV barrierefrei

Der MVV und seine Partner arbeiten kontinuierlich daran, Stationen und Fahrzeuge barrierefrei zu gestalten, um Menschen mit Behinderung mehr Komfort und Sicherheit zu bieten. Da noch nicht alle Bahnhöfe, Haltestellen und Verkehrsmittel vollständig barrierefrei sind, wird empfohlen, sich vor der Fahrt über die Bedingungen an Start‑, Ziel‑ und Umsteigepunkten zu informieren.

Bauliche und technische Unterstützung

  • Lifte und Rollsteige an Bahnhöfen sowie absenkbare Rampen an Bussen und Trambahnen erleichtern Ein‑, Aus‑ und Umstieg.
  • Optische und akustische Orientierungshilfen wie Haltestellenanzeigen oder Türschließwarnungen unterstützen Menschen mit Seh‑ oder Hörbehinderungen.
  • Mehr Platz: Moderne Fahrzeuge bieten breitere Einstiege sowie Stellflächen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder.
  • In einigen Fahrzeugen gibt es Sprechkontakt zum Fahrpersonal in rollstuhlgerechter Höhe.
  • Tastrillen‑Streifen an Bahnsteigen und Haltestellen sorgen für einen ertastbaren Sicherheitsabstand zur Bahnsteigkante.
  • Gute Ausleuchtung und hindernisfreie Bewegungsflächen erhöhen Sicherheit und Orientierung.
  • Behindertentoiletten befinden sich überwiegend im Umfeld des MVV.
  • Die meisten Bordsteine wurden auf 3 cm abgesenkt.

Kommunikative Unterstützung

  • In Aushangfahrplänen und dem Fahrplanbuch ist erkennbar, welche Linien mit behindertengerechten Fahrzeugen fahren.
  • Die Fahrtauskunft enthält Bahnhofspläne mit Aufzügen und Rampen. Die MVG bietet zudem einen Netzplan, der Rolltreppen und Lifte der U‑Bahn zeigt.
  • Über individuelle Einstellungen der Fahrtauskunft können drei Gehgeschwindigkeiten („langsam“, „normal“, „schnell“) gewählt werden, um die Wegezeiten realistischer darzustellen.
  • Die Fahrtauskunft ist auch als Version für Sehbehinderte oder als reine Textversion nutzbar.
  • Der Telefon‑Sprachservice unterscheidet zwischen
    • voll barrierefrei (ebenerdiger Einstieg + Liftzugang) und
    • bedingt barrierefrei (Niederflurfahrzeuge + Zugang über Rolltreppe, Rampe oder Lift).

Weitere Tipps für ein gutes Leben mit Handicap

 

Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS)
Servicezentrum München
Bayerstr. 32
80335 München


Behindertenbeauftragte des Bundeslandes Bayern

Die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung
Winzerer Straße 9
80797 München
Telefon: 089/ 12 61 27 99
Telefax: 089/ 12 61 24 53


Kompetente Hilfe für behinderte Menschen

Amt für Soziale Sicherung
Orleansplatz 11
81667 München
Telefon: 089/ 23 32 26 39
Telefax: 089/ 23 32 79 44


Stadtführungen in Gebärdensprache

Fremdenverkehrsamt München
Sendlinger Straße 1
80331 München
Telefon: 089/ 23 33 02 31 oder
Telefon: 089/ 23 33 02 34
Telefax: 089/ 23 33 03 37


Flughafen München – behindertengerecht bei Anreise, Parken und Passagierabfertigung


Mit Rolli in die Allianz Arena


Oktoberfest-Besuche und individuelle Wiesn-Führungen

Verkehrsmittel

Barrierefrei in Bussen und Bahnen

Der Fahrzeugbestand im MVV wird laufend modernisiert. Je neuer ein Fahrzeug, desto weniger Barrieren gibt es für mobilitätseingeschränkte Personen.

 

S‑Bahn

  • Rund 85 % der 150 S‑Bahn‑Stationen sind barrierefrei erreichbar; über 90 Bahnhöfe gelten als optimal gestaltet.
  • Auf den Strecken fahren modernisierte Fahrzeuge der Baureihen ET 420 und ET 423 mit breiten Türen, klaren Anzeigen und modernem Informationssystem.
  • Die Fahrzeuge besitzen Klapprampen, die vom Fahrpersonal bedient werden. Rollstuhlnutzende sollten sich an der Zugspitze positionieren, damit sie gesehen werden.
  • Mehrzweckbereiche befinden sich ganz vorne und hinten am Zug, in der Nähe der Fahrerkabinen, und sind gut zugänglich für Rollstühle.
  • Es gibt gekennzeichnete Sitzplätze für mobilitätseingeschränkte Personen.

Infos zu Aufzügen:
Die 3S‑Zentrale des Bahnhofsmanagements München informiert über den Betriebszustand der Aufzüge: 089 / 1308 1055.
Bei defekten Aufzügen kann der Notruf in der Kabine oder an der Haltestelle genutzt werden.

 

U‑Bahn

  • Alle 100 U‑Bahnhöfe sind barrierefrei erreichbar.
  • Fahrzeuge der Baureihe C bieten breite Türen, viel Stellfläche und klappbare Sitze.
  • Rollstuhlnutzende sollten sich immer an der Zugspitze aufstellen.

Infos zu U‑Bahn‑Aufzügen:
Betriebsleitstelle: 089 / 21 91 33 33.
Bei defekten Aufzügen steht ebenfalls der Notruf zur Verfügung.

 

Tram

  • Im Trambahnnetz fahren fast ausschließlich barrierefreie Fahrzeuge, auch nachts.
  • Von 148 Haltestellen sind 126 barrierefrei.

 

Innerstädtischer Bus

  • Im Stadtgebiet verkehren Niederflurbusse mit Klapprampe, erkennbar am Rollstuhlsymbol.
  • Empfohlenes Vorgehen beim Einstieg über die Rampe:
    • In der Nähe des Haltestellenmasts warten, mit Abstand zur Bordsteinkante
    • Mittlere Tür benutzen
    • Roten Knopf rechts neben der mittleren Tür drücken, um den Fahrer zu informieren
    • Rampe wird ausgeklappt, sobald Fahrgäste ein‑ und ausgestiegen sind
    • Rampe trägt bis zu 250 kg
  • Aufstellplatz befindet sich gegenüber der mittleren Tür; empfohlen wird eine Position mit dem Rücken zur Fahrtrichtung.
  • Gekennzeichnete Sitzplätze für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste befinden sich in Türnähe.
  • Für den Ausstieg ebenfalls den roten Knopf auf der Stellfläche drücken.

 

MVV‑Regionalbus

  • Auch hier fahren überwiegend Niederflurbusse mit Klapprampe.
  • In den Verbundlandkreisen Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz‑Wolfratshausen sind teilweise noch Hochflurbusse im Einsatz.
  • Die Barrierefreiheit einzelner Fahrzeuge kann beim jeweiligen Verkehrsunternehmen erfragt werden (Kontaktdaten stehen unten rechts auf den Linienfahrplänen).

Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste

Die Landeshauptstadt München bietet seit dem 15. September 2015 einen kostenfreien Begleitservice für Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr an. Das Angebot richtet sich an Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität und ist Teil des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ).

 

So funktioniert der Begleitservice

  • Begleitfahrten finden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr statt.
  • Das Einsatzgebiet umfasst das gesamte Münchner Stadtgebiet.
  • Die Mobilitätshelfer holen Fahrgäste am vereinbarten Startpunkt ab und begleiten sie bis zum Zielort. Sie sind an ihrer beschrifteten Dienstkleidung erkennbar.
  • Während der Begleitung unterstützen sie beim Fahrkartenkauf, schieben Rollstühle, stützen gehunsichere Personen oder führen sehbehinderte und blinde Menschen.
  • Begleitungen können frühestens eine Woche und spätestens zwei Werktage vorher angefragt werden.
  • Spätestens einen Werktag vor dem Termin teilt der Begleitservice mit, ob die Begleitung durchgeführt werden kann und nennt den Namen der Begleitperson.

 

Kontakt für Anfragen

Auftragsannahme: Montag bis Freitag, 9–16 Uhr
Telefon: 089 / 544 91 89 20
Webseite: https://stadt.muenchen.de/infos/mobil-in-muenchen.html